Alles rund um Ihre Augen:

Die „Tränenrinne“,„Knitterfältchen“am Unterlid, „Augenringe“, „Krähenfüße“, „Schlupflider“ und wie sie richtig behandelt werden…

Selten sind die Zeichen der Alterung an einer einzelnen Region des Gesichtes so vielfältig wie in der Augenregion… Patientinnen und Patienten, die meine Ordination aufsuchen, wünschen sich oft, dass etwas gegen „müde“ Augen getan wird. Sie empfinden, dass ihre Augen nicht mehr so strahlen wie früher und möchten, dass ihrem Gesicht wieder ein frischeres Aussehen verliehen wird. Tatsächlich lassen Alterungszeichen in der Augenregion das gesamte Gesicht müde, abgespannt und gealtert wirken. Und dennoch gibt es gegen diese Zeichen nicht das eine Rezept, das für alle Augen das gewünschte Ergebnis bringt. Eine genaue Analyse jeder einzelnen Augenregion zeigt, dass die Alterungszeichen zwischen den einzelnen Patienten höchst unterschiedlich sein können…

Die Region rund um unsere Augen neigt insgesamt früher als das restliche Gesicht vom Alterungsprozess betroffen zu sein. 50% der Frauen ab 30 machen sich bereits Gedanken über das Aussehen ihrer Augenregion.Dies liegt zum Teil daran, dass die Haut an dieser Stelle besonders dünn ist und das darunterliegende Unterhautfettgewebe kaum vorhanden ist. Bereits ab dem 30. Lebensjahr kann es zu einem merkbaren Volumenverlust zwischen dem unteren Augenlid und dem Wangenknochen kommen. Das Ergebnis sind eingefallene Vertiefungen, die als „Tränenrinne“ oder „Tränenfurche“ bekannt sind. Zudem bewirkt der allgemeine Elastizitätsverlust der Haut durch verringerte Produktion von Elastin, Kollagen und Hyaluronsäure, dass feine Fältchen, sogenannte „Knitterfältchen“ und dunkle Augenringe im Bereich zwischen Unterlid und Tränenrinne entstehen. Weiters entstehen im seitlichen Augenbereich beim Lachen zunächst dezente und meist nicht störende Fältchen, die sogenannten „Krähenfüße“. Im Laufe der Zeit werden diese „Krähenfüße“ jedoch tiefer und ausgedehnter und schließlich sind sie auch beim entspannten Gesicht, d.h. auch wenn nicht gelacht wird als Falten zu sehen. Ein weiterer Grund, weshalb sich Frauen und Männer oft über einen müden Blick beschweren, sind sog. „Schlupflider“, d.h. eine Erschlaffung der Oberlidhaut mit einem Hervortreten von darunterliegendem Fettgewebe. Dies bewirkt, dass die Augen „wie geschwollen“ aussehen, der Blick wirkt dauerhaft müde und glanzlos.

Jedes einzelne der genannten Alterungszeichen der Augenregion bedarf einer eigenen, spezifischen Behandlung. Sind mehrere der genannten Zeichen gleichzeitig vorhanden, ist die richtige Abstimmung der einzelnen Behandlungsschritte aufeinander für ein schönes Endergebnis von großer Bedeutung.

Was kann man gegen die einzelnen Zeichen der Alterung tun?

Die Augenregion ist ein delikater Bereich, der aufgrund der dünnen Haut, des empfindlichen Lymphsystems und der komplexen Anatomie eine Besonderheit darstellt. Einzelne Alterungszeichen innerhalb dieser Region bedürfen einer eigenen differenzierten Behandlung:

Die Tränenrinne

Zur Behandlung der Tränenrinne verwende ich in meinen Ordinationen in Wien und Niederösterreich ein HyaluronsäureProdukt mit speziellen Eigenschaften, das eigens für diese empfindliche Region hergestellt wird. Anders als klassische Hyaluronsäure-Filler, besteht dieses spezielle Produkt aus einer Mischung zwischen vernetzter und nicht-vernetzter Hyaluronsäure (die klassischen Hyaluronsäure-Produkte bestehen entweder aus vernetzter oder aus nicht-vernetzter Hyaluronsäure). Dadurch ist eine nachträgliche Volumenzunahme der injizierten Hyaluronsäure durch Bindung von Wasser, die sonst in anderen Gesichtsregionen durchaus erwünscht sein kann, nicht möglich und damit sind unerwünschte Schwellungen an dieser Stelle nicht zu befürchten. Hier gilt: „you get what you see“. Darüber hinaus enthält dieses Produkt 14 essentielle Nährstoffe, die von Natur aus in der Haut vorhanden sind: 8 Aminosäuren für Zelleregeneration und Hydratation, 3 Antioxidantien zum Schutz gegen freie Radikale, 2 Mineralien und das Vitamin B6 für die Unterstützung des Zellstoffwechsels. Somit bewirkt die Behandlung nicht nur einen Ausgleich des Volumenverlustes durch die injizierte Hyaluronsäure, sondern auch eine Stimulierung des Stoffwechsels der Haut, die zu einer merkbaren Verbesserung von dunklen Augenringen führt. Jedoch nicht nur das verwendete Produkt, sondern auch die Injektionstechnik ist für ein gutes Ergebnis ausschlaggebend. Um der delikaten Anatomie dieser Region Rechnung zu tragen und unerwünschte Blutergüsse möglichst zu vermeiden, verwende ich eine atraumatische Injektionstechnik mit einer speziellen Kanüle. Diese Technik ist für das Gewebe sehr schonend und für den Patienten schmerzarm. Mit einem einzigen Nadelstich wird nämlich der Eintrittspunkt für die Kanüle geschaffen, das Einführen der Kanüle selbst wird vom Patienten als absolut schmerzlos empfunden. Das Ergebnis ist eine natürliche Korrektur der Tränenrinne, die das Gesicht auf einmal um mehrere Jahre jünger wirken lässt.

Die Augenringe und Knitterfältchen am Unterlid

Feuchtigkeits- und Elastizitätsverlust der Haut bewirken in der Region zwischen Unterlidkante und Tränenrinne das Auftreten von feinen Fältchen. Anders als die Tränenrinne, die durch einen echten Volumenverlust zustande kommt und daher gut mit einer Hyaluronsäurebehandlung korrigiert werden kann, entstehen diese Fältchen durch einen Verlust an Feuchtigkeit und Elastizität aufgrund geringerer Kollagenproduktion der Haut. Durch die dünne, trockene Haut, die kaum vom Unterhautfettgewebe gepolstert ist, schimmert die darunterliegende Muskulatur deutlich durch und verleiht der Haut ein dunkleres Aussehen. Die meisten Patientinnen und Patienten sprechen in diesem Zusammenhang von „dunklen Augenringen“. Die Antwort darauf, ist eine Anregung der Kollagenproduktion der Haut durch ein sogenanntes „Fadenlifting“. Der Begriff mag ein wenig verwirrend sein, denn hier handelt es sich nicht um ein klassisches „Lifting“ der Haut. Die verwendeten Fäden sind glatt, d.h. sie tragen keine Widerhäckchen und führen somit nicht zu einer sofortigen Hebung des Gewebes, wie zum Beispiel im Falle des Fadenliftings an der Wange. Hier dient das PDO-Fadenmaterial dazu, dass die kollagenbildenden Zellen der Haut stimuliert werden, so dass die Haut nach und nach mehr Kollagen bildet und innerhalb von einigen Wochen straffer wird. Das Verfahren ist besonders wirkungsvoll im delikaten Augenbereich, weil die Fäden vollkommen unsichtbar sind und die Kontur dieser Region nicht verändern. Sie bewirken somit vollkommen sanft und unauffällig eine echte Verbesserung der Qualität der Haut und ein stetiges Verschwinden der Knitterfältchen.

Die Krähenfüße

Auch wenn die Krähenfüße liebevoll als „die Lachfalten der Augen“ bezeichnet werden, mögen nicht alle Frauen und Männer ihr Vorkommen. Krähenfüße entstehen durch die Anspannung des Schließmuskels des Auges beim Lachen. Als klassische mimische Falten sind Krähenfüße in erster Linie durch Botulinumtoxin zu behandeln. Die Entspannung des Schließmuskels des Auges durch Botulinumtoxin bewirkt, an den richtigen Stellen und in der richtigen Dosierung appliziert, eine deutliche Reduktion bzw. ein völliges Verschwinden der Krähenfüße. Bestehen die Krähenfüße jedoch über längere Zeit und sind sie auch beim entspannten Gesicht als Falten zu sehen, kann es sein, dass sie durch Botulinumtoxin nicht gänzlich verschwinden. Hier hilft in weiterer Folge eine Hyaluronsäure-Unterspritzung. Auch hier gilt es, das richtige Produkt zu wählen. Ich verwende für diese Indikation ein Produkt, das sich besonders fein in diesen meist oberflächlichen Linien verteilt und keine Schwellungen hervorruft. Die Injektion erfolgt durch eine sehr dünne Nadel, die ermöglicht, dass die Hyaluronsäure in Form von feinen Linien deponiert wird.

Die „Schlupflider“

Schlupflider entstehen durch eine Erschlaffung der Oberlidhaut und des darunter liegenden Bindegewebes. Der Hautüberschuss legt sich wie ein Vorhang über die sogenannte Lidfurche der Oberlider und verdeckt diese. Frauen bemerken oft, dass das Auftragen von Lidschatten erschwert ist. Durch die Erschlaffung des Bindegewebes kommt es zudem zu einem Hervorteten von Fettgewebe aus der Augenhöhle, so dass die Lider „wie geschwollen“ aussehen. Beide Effekte zusammen bewirken, dass die Augen müde bzw. traurig aussehen und dem Gesicht einen gealterten Eindruck verleihen. Schlupflider lassen sich effektiv durch eine operative ambulante Oberlidstraffung in örtlicher Betäubung behandeln.

Fazit: Alterungszeichen in der Augenregion bewirken generell einen müden, abgespannten und gealterten Gesichtsausdruck und können an dieser Stelle sehr vielfältig sein. Erst eine genaue Analyse der Augenregion lässt erkennen, welche Alterungszeichen in jedem einzelnen Gesicht vorhanden sind und welche Behandlung geeignet ist. Wenn mehrere Alterungszeichen gleichzeitig bestehen, sind unterschiedliche Behandlungen anzuwenden und aufeinander abzustimmen. Injektionsbehandlungen in der Augenregion bedürfen Erfahrung, spezieller Produkte und einer einwandfreien Arbeitstechnik.

Und bitte vergessen Sie nicht, dass der Effekt einer gelungenen Behandlung Ihrer Augenregion durch einen gesunden Lebensstil und ausreichenden Schlaf länger erhalten bleibt!